Die Apokalypse

 

oder

 

Die Geheime Offenbarung

des Johannes

 

 

 

 

 

Auswahl der Bibelstellen

Stand: 08. Juni 2021

 

 

 

 

Schrittweise werden weitere Bibelstellen hinzugefügt.

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Nr. Überschrift  Datum
10 Die Zwei Zeugen 08.06.2021
9 Erstes Zwischengesicht: Das Prophetenbuch 30.05.2021
8 Die sechste Posaune 21.04.2021
7 Die fünfte Posaune 18.03.2021
6 Die vier ersten Posaunen 13.03.2021
5 Das siebente Siegel 03.03.2021
4 Versiegelung der Auserwählten 22.02.2021
3 Schreckliche Naturereignisse 14.02.2021
2 Die Märtyrer 13.02.2021
1 Die Öffnung der Siegel und die vier Reiter  02.10.2020
  Einleitung 02.10.2020

 

 

Beitrag 10 

 

Joh 11, 1-14

 

Die zwei Zeugen

  • 1 Nun gab man mir ein Rohr gleich einem Maßstab und sprach: Stehe auf und miss den Tempel Gottes und den Altar und die darin anbeten. 2 Den Vorhof aber außerhalb des Tempels lass aus und miss ihn nicht, denn er ist den Heiden überlassen. Sie werden die heilige Stadt zertreten zweiundvierzig Monate lang. 3 Und ich werde meinen zwei Zeugen geben, in Bußgewändern zu prophezeien tau-sendzweihundertsechzig Tage lang. 
  • 4 Diese sind zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. 5 Wenn ihnen jemand schaden will, so wird Feuer aus ihrem Munde gehen und ihre Feinde verzehren. Also muss jeder umkommen, der sie verletzen will. 6 Diese haben die Macht, den Himmel zu verschließen, dass es nicht regne zur Zeit ihrer Weissagung, und sie haben Macht über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit jeglicher Plage, sooft sie wollen. 
  • 7 Wenn sie aber ihr Zeugnis beendet haben, wird das Tier, das aus dem Abgrunde steigt, sie bekriegen, besiegen und töten8 Und ihre Leiber werden liegen auf den Straßen der großen Stadt, die bildlich Sodoma und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde. 
  • 9 Drei und einen halben Tag lang werden die Leute aus den ver-schiedenen Stämmen, Ländern, Sprachen und Völkern ihre Leich-name anschauen und nicht zugeben, dass sie in Gräbern beige-setzt werden. 
  • 10 Und die Bewohner der Erde werden sich über sie freuen und frohlocken und einander beschenken, weil diese zwei Propheten die Bewohner der Erde belästigt haben. 
  • 11 Allein nach drei und einem halben Tage kam Lebensgeist von Gott über sie. Sie stellten sich auf ihre Füße und große Furcht be-fiel alle, die sie sahen. 
  • 12 Und man hörte eine laute Stimme vom Himmel: Kommet hier her-auf. Und sie fuhren in der Wolke gen Himmel vor den Augen ihrer Feinde. 
  • 13 In derselben Stunde entstand ein großes Erdbeben. Der zehnte Teil der Stadt stürzte zusammen, und bei dem Erdbeben kamen siebentausend Personen ums Leben. Die Überlebenden gerieten in Schrecken und gaben dem Gott des Himmels die Ehre.
  • 14 Das zweite Wehe ist vorbei: siehe, das dritte Wehe kommt rasch.

 

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Beitrag 9

 

 

Joh 10, 1-11 /  Erstes Zwischengesicht:

 

Das Prophetenbuch

  • 1 Nun sah ich einen andern starken Engel vom Himmel hernieder-kommen. Er war in eine Wolke gehüllt, über seinem Haupte stand der Regenbogen, sein Angesicht war wie die Sonne, und seine Füße glichen Feuersäulen. 2 In der Hand hielt er ein offenes Büch-lein. Seinen rechten Fuß stellte er auf das Meer, seinen linken auf das Land. 3 Er rief mit lauter Stimme, wie wenn ein Löwe brüllt. Als er gerufen hatte, erhoben sieben Donner ihre Stimmen. 4 Und als die sieben Donner verklungen waren, wollte ich schreiben.
  • Ich hörte aber eine Stimme vom Himmel sagen: Versiegle, was die sieben Donner sprachen und schreibe es nicht auf. 
  • 5 Und der Engel, den ich auf dem Meere und auf dem Lande stehen sah, erhob seine rechte Hand zum Himmel 6 und schwur bei dem, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel schuf und was in ihm ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin sich befindet: Es wird keine Zeit mehr sein, 7 sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er zu posaunen anhebt, ist auch das Geheimnis Gottes vollendet, wie er es seinen Knechten, den Propheten, als Frohbotschaft verkündet hat. 
  • 8 Da hörte ich die Stimme vom Himmel wieder mit mir reden. Sie sprach: Geh und nimm das offene Büchlein aus der Hand des Engels, der auf dem Meere und dem Lande steht. 
  • 9 Ich ging zu dem Engel hin und sagte, er solle mir das Büchlein geben. Und er spricht zu mir: Nimm das Büchlein und verzehre es. Deinen Magen wird es bitter machen, in deinem Munde aber süß sein wie Honig. 
  • 10 Da nahm ich das Büchlein aus der Hand des Engels und ver-zehrte es. Es war in meinem Munde süß wie Honig, und da ich es verzehrt hatte, wurde es mir im Magen bitter. 
  • 11 Man spricht zu mir: Du musst wieder prophezeien über viele Völ-ker und Stämme und Sprachen und Könige.

 

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Beitrag 8

 

 

Joh 9, 13-21 /  Die sieben Posaunen

 

Die sechste Posaune

  • 13 Und der sechste Engel blies.
  • Da hörte ich eine Stimme von den vier Ecken des goldenen Altars her, der vor Gottes Angesicht steht. 14 Diese sprach zu dem sechs-ten Engel mit der Posaune: Mache los die vier Engel, die an dem großen Flusse Euphrat gebunden sind. 
  • 15 Da wurden die vier Engel losgemacht, die bereit waren, auf Stun-de und Tag und Monat und Jahr den dritten Teil der Menschen zu töten. 
  • 16 Und die Zahl des Reiterheeres war zweihundert Millionen. Ich hörte ihre Zahl. 17 Ich schaute aber im Gesichte die Rosse und die Reiter also: Sie trugen feuerrote, tiefblaue und schwefelgelbe Pan-zer. Die Pferdeköpfe waren wie Löwenköpfe. Aus ihrem Rachen kam Feuer, Rauch und Schwefel. 
  • 18 Von diesen drei Plagen, Feuer, Rauch und Schwefel, die aus ihrem Rachen kamen, wurde der dritte Teil der Menschen getötet. 
  • 19 Die Kraft der Rosse liegt in ihrem Rachen und in ihren Schwän-zen. Denn ihre Schwänze gleichen Schlangen mit Köpfen. Damit richten sie Schaden an. 
  • 20 Die übrigen Menschen, die nicht umkamen in diesen Plagen, be-kehrten sich doch nicht von den Werken ihrer Hände und ließen nicht ab, die Teufel und Götzenbilder aus Gold und Silber, Erz, Stein und Holz anzubeten, die weder sehen können, noch hören, noch gehen. 21 Und sie bekehrten sich nicht von ihren Mordtaten, ihren Zaubereien, ihrer Unzucht und Dieberei. 

 

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Beitrag 7

 

 

Joh 9, 1-12 /  Die sieben Posaunen

 

 

Die fünfte Posaune 

  • 1 Und der fünfte Engel blies. Da sah ich einen Stern; der war vom Himmel auf die Erde gefallen, ihm wurde der Schlüssel zum Brun-nen des Abgrundes gegeben. 2 Er schloss den Brunnen des Ab-grundes auf, und Rauch stieg auf aus dem Brunnen wie der Rauch eines großen Ofens, und die Sonne und die Luft wurden verfinstert durch den Rauch aus dem Brunnen. 
  • 3 Und aus dem Rauche [des Brunnens] gingen Heuschrecken aus über die Erde. Denen ward eine Kraft gegeben wie die Kraft der Skorpione der Erde. 
  • Es wurde ihnen geboten, nicht das Gras des Landes, nichts Grü-nes und keinen Baum zu schädigen, sondern nur die Menschen, die das Siegel Gottes nicht auf ihrer Stirne tragen. 
  • Und es wurde ihnen aufgegeben, sie nicht zu töten, sondern fünf Monate lang zu quälen. Und ihr Biss schmerzt wie der Stich eines Skorpions, wenn er einen Menschen sticht. 
  • 6 In jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen, aber ihn nicht finden. Sie werden sich sehnen zu sterben, doch der Tod flieht vor ihnen. 
  • 7 Die Heuschrecken glichen gerüsteten Schlachtrossen. Auf dem Kopfe trugen sie Kronen wie von Gold, ihr Gesicht war wie das Ge-sicht eines Menschen. 8 Sie hatten Haare wie Frauenhaare, Zähne wie Löwen 9 und Panzer wie von Eisen. Ihr Flügelschlag klirrte wie das Gerassel vieler in den Krieg eilender Rosse und Wagen. 10 Sie haben Schwänze wie Skorpione und Stacheln, und in ihren Schwän-zen ist ihre Kraft, die Menschen zu schädigen fünf Monate lang. 
  • 11 Über sich haben sie als König den Engel des Abgrunds, der auf hebräisch Abaddon und auf griechisch Apollyon, das ist der Ver-derber heißt. 12 Das erste Wehe ist vorüber, siehe, danach kommt ein zweifaches Wehe. 

 

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Beitrag 6

 

 

Joh 8, 7-13 /  Die sieben Posaunen

 

 

Die vier ersten Posaunen. 

  • Und der erste blies die Posaune. Da entstand Hagel und Feuer, mit Blut gemischt. Es fiel zur Erde, und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der Bäume wurde versengt, und alles grüne Gras verbrannte. 
  • 8 Und der zweite Engel blies. Da fiel es wie ein großer brennender Feuerberg in das Meer, und der dritte Teil des Meeres ward zu Blut, 9 und der dritte Teil der lebenden Geschöpfe im Meere starb, und der dritte Teil der Schiffe ging zugrunde. 
  • 10 Und der dritte Engel blies. Da fiel vom Himmel ein großer Stern, gleich einer Fackel brennend. Er fiel in den dritten Teil der Flüsse und in die Wasserquellen. 11 Der Stern heißt Absinthium. Der dritte Teil der Wasser wurde zu Wermut, und viele Menschen starben an dem Wasser, weil es bitter geworden war. 
  • 12 Und der vierte Engel blies. Da wurde der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne geschlagen, so dass ihr dritter Teil dunkler wurde und der Tag den dritten Teil seines Lichtes verlor und die Nacht desgleichen. 13 Und ich schaute, und ich hörte einen Adler, der hoch oben am Himmel dahinflog, mit lauter Stimme rufen: Wehe, wehe, wehe den Bewohnern der Erde wegen der übrigen Posaunenstöße der drei Engel, die noch die Posaune blasen sollen.

 

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Beitrag 5

  

Joh 8, 1-6

 

 

Das siebente Siegel

  • 1 Als das Lamm das siebente Siegel öffnete, entstand im Himmel Stille etwa eine halbe Stunde lang. 
  • 2 Ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen, und es wurden ihnen sieben Posaunen gegeben. 
  • 3 Ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar mit einem goldenen Rauchfass. Es wurde ihm viel Rauchwerk gegeben, damit er es samt den Gebeten aller Heiligen darbringe auf dem goldenen Altar, der vor dem Throne [Gottes] steht. 4 Und es stieg empor vor Gott der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels. 
  • 5 Und der Engel nahm das Rauchfass, füllte es mit Feuer vom Altare und warf es zur Erde hinab. Da entstanden Donner und Getöse und Blitze und ein gewaltiges Erdbeben. 
  • 6 Und die sieben Engel mit den Posaunen schickten sich an zu blasen.

 

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Beitrag 4

  

Joh 7, 1-17

 

 

Zwischengesicht: Versiegelung der Auserwählten. 

  • 1 Danach sah ich vier Engel an den vier Enden der Erde stehen. Die hielten die vier Winde der Erde fest, dass kein Wind blasen sollte über die Erde noch über das Meer noch über irgendeinen Baum. 
  • 2 Und ich sah einen andern Engel vom Aufgange der Sonne herauf-kommen. Der trug ein Siegel des lebendigen Gottes und rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen die Macht gegeben war, zu schädigen das Land und das Meer:  3 Schädigt nicht das Land noch das Meer noch die Bäume, bis wir den Dienern unseres Got-tes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben. 
  • 4 Und ich hörte die Zahl der also Bezeichneten: hundertvierundvier-zigtausend Bezeichnete aus allen Stämmen der Söhne Israels. 
  • 5 Aus dem Stamme Juda zwölftausend, aus dem Stamme Ruben zwölftausend, aus dem Stamme Gad zwölftausend,  6 aus  dem Stamme Aser zwölftausend, aus dem Stamme Nephtali zwölftau-send, aus dem Stamme Manasse zwölftausend, 7 aus dem Stam-me Simeon zwölftausend, aus dem Stamme Levi zwölftausend, aus dem Stamme Issachar zwölftausend, aus dem Stamme Zabulon zwölftausend, aus dem Stamme Joseph zwölftausend und aus dem Stamme Benjamin zwölftausend mit dem Siegel Bezeichnete.
  • 9 Danach sah ich, und siehe da, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Stämmen, Ländern und Spra-chen. Sie standen vor dem Throne und vor dem Lamme, bekleidet mit weißen Gewändern und trugen Palmen in ihren Händen. 10 Sie riefen mit lauter Stimme: Heil unserm Gott, der auf seinem Throne sitzt, und dem Lamme! 
  • 11 Alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier Wesen, und sie warfen sich auf ihr Angesicht nieder vor dem Thron, beteten Gott an 12 und sprachen: Amen, Lob und Preis, Weisheit und Dank, Ehre, Macht und Kraft sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
  • 13 Da fragte mich einer von den Ältesten: Wer sind diese da in den weißen Kleidern, und wo kommen sie her? 14 Ich sagte zu ihm: Mein Herr, du weißt esUnd er sprach zu mir: Die sind es, die aus der großen Trübsal kommen. Sie haben ihre Kleider weiß gewa-schen im Blute des Lammes. 15 Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm in seinem Tempel Tag und Nacht, und der, der auf dem Throne sitzt, wird bei ihnen wohnen. 16 Sie werden nicht mehr Hunger und Durst haben, weder die Sonne noch ir-gendeine Hitze wird sie drücken. 17 Denn das Lamm mitten vor dem Throne wird sie weiden und an die Quellen lebendigen Wassers führen; und Gott wird abwischen jede Träne von ihren Augen. 

 

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Beitrag 3

  

Joh 6, 12-17

 

 

Schreckliche Naturereignisse

  • 12 Und ich sah, als das Lamm das sechste Siegel öffnete, da entstand ein gewaltiges Erdbeben, und die Sonne wurde schwarz wie ein härenes Trauerkleid, und der ganze Mond wurde wie Blut. 
  • 13 Und die Sterne fielen vom Himmel auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine Frühfrüchte fallen lässt, wenn ein starker Sturm ihn schüttelt. 
  • 14 Der Himmel verschwand wie ein Buch, das man zusam-menrollt. Jeder Berg und jede Insel wichen von ihrem Orte. 
  • 15 Und die Könige der Erde, die Fürsten und Befehlshaber, die Reichen und die Mächtigen, alle Sklaven und Freien versteck-ten sich in den Höhlen und Felsklüften der Berge. 16 Und sie sagen zu den Bergen und den Felsen: Fallet über uns und verberget uns vor dem Angesichte dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorne des Lammes. 17 Denn gekommen ist der große Tag ihres Zornes, und wer kann bestehen? 

 

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Beitrag 2

  

Joh 6, 9-11

 

 

Die Märtyrer

  • 9 Und da das Lamm das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altare die Seelen derer, die hingeschlachtet waren um des Wortes Gottes und des Zeugnisses willen, das sie festhielten. 
  • 10 Sie riefen mit lauter Stimme: Wie lange noch, o heiliger und wahrhaftiger Herr, willst du nicht richten und unser Blut nicht rächen an den Bewohnern der Erde? 
  • 11 Und jedem von ihnen wurde ein weißes Kleid gegeben, und es wurde ihnen gesagt, sie sollten noch kurze Zeit sich gedul-den, bis die Zahl ihrer Mitknechte und ihrer Brüder vollendet sei, die noch getötet werden sollten gleich wie sie.

 

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Beitrag 1

  

Joh 6, 1-8

 

 

Die Öffnung der Siegel und die vier Reiter

 

1 Und ich sah, wie das Lamm das erste der sieben Siegel öffnete. Und ich hörte das erste der vier Wesen reden wie Donnerschall: Komm [und sieh]! 

  • 2 Und ich sah, und siehe da, ein weißes Roß. Der darauf ritt, trug einen Bogen. Ein Kranz ward im gereicht, und als Sieger zog er aus und um zu siegen. 

 

3 Und beim Öffnen des zweiten Siegels hörte ich das zweite Wesen sagen: Komm [und sieh]! 

  • 4 Und es kam ein zweites Roß zum Vorschein. Es war feuerrot. Seinem Reiter ward die Gewalt verliehen, den Frieden von der Erde zu nehmen und ein allgemeines Hinmorden zu veranlassen. Ihm ward ein großes Schwert gegeben. 

 

5 Beim Öffnen des dritten Siegels hörte ich das dritte Wesen sagen: Komm [und sieh]!

  • Und ich sah, und siehe da, ein schwarzes Roß. Sein Reiter hielt in seiner Hand eine Waage. 
  • 6 Da hörte ich wie eine Stimme inmitten der vier Wesen rufen: Ein Maß Weizen um einen Denar und drei Maß Gerste um einen Denar. Den Wein und das Öl aber schädige nicht! 

 

7 Beim Öffnen des vierten Siegels hörte ich die Stimme des vierten Wesens sagen: Komm [und sieh]! 

  • 8 Da sah ich; und siehe da, ein graues Ross. Sein Reiter heißt der Tod, und das Totenreich zog mit ihm. Ihnen ward Gewalt gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten durch Schwert, Hunger, Pest und die Tiere der Erde.

 

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Einleitung

 

 

Die Apokalypse oder Geheime Offenbarung ist das einzige prophetische Buch des Neuen Testamentes.

 

  • Wie die altbundlichen Propheten nicht nur Zukünftiges vor-aussagten, sondern auch das Gottesvolk belehren, mahnen und trösten wollten, so auch der Seher des Neuen Bundes. Er nennt sich selbst Johannes, einen Knecht Jesu Christi, und ist kein anderer als der Apostel Johannes, dem wir das letzte Evangelium und die drei Johannesbriefe verdanken.
  • Während seiner Verbannung auf der Insel Patmos unter Kaiser Domitian (81-96) enthüllte ihm der Herr „das, was jetzt ist und was später kommen soll“ (1,19), und forderte ihn auf, es „in ein Buch zu schreiben und dieses an die sieben Gemeinden zu senden“ (1,11).
  • So entstand um das Jahr 95 das geheimnisvollste Buch der Heiligen Schrift. In feierlich ernsten Briefen wendet sich der Verfasser nach einer Eingangsvision (1,9-20) in göttlichem Auftrag zunächst an die „Engel“ der sieben kleinasiatischen Christengemeinden (2,1-3,22). Es ist die Schilderung dessen, was jetzt ist.
  • Daran schließt sich in einer Reihe von Visionen die Offen-barung dessen an, „was später kommen soll“ (4,1-22,5).
  • In farbenglühenden, erschütternden Szenen spielt sich das gewaltige Ringen zwischen Gut und Böse, dem Gottesreich und der Satansmacht ab, bis der Teufel mit seinen Helfers-helfern für immer überwunden ist und die Seligen mit Christus im himmlischen Jerusalem ein ewiges Siegesfest feiern.

 

  • Die Apokalypse sollte zunächst den damals lebenden Chris-ten ein Trostbuch sein. In den schweren Leiden und Verfol-gungen um des Glaubens willen sollten sie die Überzeugung bewahren, dass trotz allem die Sache Christi triumphieren werde.
  • Zugleich ist das Buch aber nicht nur eine zeitgeschichtliche Trostquelle, sondern eine übergeschichtliche Darstellung der Schicksale des Gottesreiches, die große Liturgie der Weltge-schichte.

 

  • Wer die Geheime Offenbarung liest, muss sich davor hüten, die Einzelbilder auf bestimmte Ereignisse zu beziehen, soll nicht die Deutung zum Tummelplatz einer ungezügelten Phantasie werden. Vieles dient nur zur Ausschmückung der Bilder, manches ist nur Symbol.
  • In der prophetischen Schau fließen fernste Zukunft und leben-dige Gegenwart oft ineinander.
  • Einzelne Wahrheiten werden unter wechselnden Bildern mehr-mals dargestellt.
  • Wer am bloßen Buchstaben haftet, dem kann die Apokalypse „ein gefährliches Buch“ werden.
  • Der Geist aber, der darin weht, formt auch heute noch tapfere Zeugen für die Wahrheit: Christus ist König der Könige und Herr der Herrscher (19,16)!

 

Quelle: Die Heilige Schrift

 

 

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